Nordwestwind

Die Idee des Romans entstand im Sommer 2007.
Die Handlung spielt zwischen Norderney und Lüneburg. 
Durch einen Komplott von Heinrich Heine, Heinrich Böll
und der Göttin Diana Luna wird der Hauptprotagonist
Konrad, Rudolf Harzer, kurz Konni, nach Norderney gezogen.
Heine versucht Konni mit Isabel zu verkuppeln. Die Hintergründe
offenbaren sich erst zum Schluß.
Meine erste Reise nach Norderney war im Oktober 2007. Das war der
Anfang für viele weitere Reisen und ich wurde in das Geschehen auf
Norderney integriert.
 Durch das „große Beben” in Japan fand die ursprüngliche Arbeit am Roman
ein jähes Ende. 
In den Jahren 2021 bis 2024 werde ich intensiv an dem Roman arbeiten und ihn
fertigstellen. 
Einen Vorgeschschmack liefert der Tequila Sunrise. Sie dürfen ihn per PDF
runterladen.

Tequila Sunrise

Sunrise, das ist der Sonnenaufgang. Wir tranken den Drink am Strand von Rethymnon in der zypriotischen Bar. Drinks waren mir einst ein Graus. An dem Sunrise aber kam ich nicht vorbei. Einunddreißig Jahre ist es her. Wir genossen die Wärme der Sonne. Unser Blick schweifte über das Meer, die Wellen rollten an den Strand. Das Meer bot den Hintergrund für die Bewegung auf der Promenade. Stimmen flossen in das Rauschen des Meeres ein.

Der Sunrise war ein Kaltgetränk. Die Kühle des Eises milderte die Wärme der Sonne. Der O-Saft und die Zitronen lieferten den Grundgeschmack und ließen den Gaumen kribbelnd erschauern, so wie die Brandung über einen hereinbricht im Auslaufen der Welle. Langsam kam der Tequila zum Vorschein und gab dem Genuß eine milde Würze, auf dem sich der Schaum des O-Saftes leicht prickelnd legte. Langsam, langsam mischte sich die wohlige Kühle mit der warmen Abendluft und der Milde des kretischen Klimas.

Würzig erschauernd wie der Sunrise war auch die Eigentümerin der Strandbar Popi, eine gebürtige Zypriotin, die mit leicht gebräunter Haut, den dunklen Haaren, den mandelförmigen, dunkelbraunen Augen einen orientalischen Hauch verbreiten ließ. In ihrer Nähe schlug unser Herz höher, bis die Schwerkraft kaum zu spüren war.
Das wunderte uns deshalb nicht, weil Zypern die Insel der Aphrodite ist und diese wiederum ist die Göttin der Liebe für alle Zeiten ... 

So vibrierte der Drink in uns, vermischte sich mit dem Treiben der Promenade und vermengte sich mit dem pulsierenden Rhythmus der in der Bar erklingenden Westcoast-Musik.

Den Abschluss des Drinks krönte die Ananas.



© Kurt Algeier 14.08.16